Chronik
25 Jahre Tennisabteilung (1976 - 2001)
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Günderjahre
1976-1980
Als Mitte des Jahres 1976 eine kleine Gruppe von Sportlern im TSV über die Gründung einer Tennisabteilung im TSV nachdachte, war noch nichts von dem Jahre später weltweit einsetzenden Tennisboom zu merken. Hauptsächlich Mitglieder der TSV "Altherren-Abteilung", die Freitag abends regelmäßig Handball und Volleyball spielten, trafen sich unter der Leitung von Martin Dirks häufiger auf den Tennisplätzen am Waldsee, um anfangs noch mit dem Speckbrett die damals weißen Bälle übers Netz zu schlagen.
Nach einer Anzeige in der örtlichen Presse meldeten sich über 80 Damen, Herren und Jugendliche, die gerne Tennis spielen wollten. Noch im Oktober 1976 wurde dann eine Tennisabteilung im TSV gegründet mit Alfred Ende als Vorsitzenden. Ihm zur Seite standen damals als 2. Vorsitzender Manfred Schless, Theda Paul als Kassiererin und für die sportlichen Belange Heinz Grönefeld, der als Mitglied des Lengericher Vereins bereits über entsprechende Erfahrung verfügte.
Anfangs wurde noch in der Sporthalle I Tennis gespielt. Im Dezember 1977 konnte dann ein Mietvertrag zwischen der Gemeinde und dem TSV abgeschlossen werden, in dem neben den Tennisplätzen auch folgende "Objekte" mit aufgeführt wurden:
>> eine Umzäunung
>> diverses Zubehör: 2 Besen und eine Walze (noch heute in Gebrauch - Anm. der Red.)
>> ein Gebäude (Fertiggarage), von der später noch die Rede sein wird.
Der Spielbetrieb konnte dann in der Saison 1978 auf zwei Plätzen aufgenommen werden. Die feierliche Eröffnung der Anlage erfolgte am 27. Mai 1978 mit Freundschaftspielen auf den neuen Plätzen und einem abschließenden geselligen Beisammensein in der Gaststätte "Tannenhof".
Die schon erwähnte Fertiggarage wurde zu dieser Zeit als Umkleidemöglichkeit und als "Clubraum" genutzt. Ein altes Klappfahrrad diente als Verkehrsmittel, um zum Duschen und für andere "Geschäfte" zur alten Sporthalle zu gelangen.
Gründungsmitglieder erinnern sich noch gerne an diese Zeit, wurden dort schon damals zünftige Feten gefeiert.
Bis zu 70 Leute sollen in der Garage bei strömendem Regen Platz gefunden haben und getanzt wurde auch noch.
Nach einer dieser Feiern wurden am nächsten Morgen nagelneue Salamanderschuhe auf den überschwemmten Plätzen gesichtet und ein Tennisfreund wurde im Wald laut schnarchend aufgefunden.
Aus einer der ersten Sitzungen des Vorstandes stammte die Überlegung einen Aufnahmestopp bei 100 Mitgliedern durchzuführen, da sich nunmehr schon 91 Tennisbegeisterte 2 Plätze teilen mussten.
Zum Glück besann man sich anders und beschloss auf einer Mitgliederversammlung im Februar 1979 den Bau von zwei weiteren Tennisplätzen. Bis hierhin hatte sich die Mitgliederzahl innerhalb eines Jahres nahezu verdoppelt. Auch diese Plätze wurden in Eigenleistung erstellt und noch im selben Jahr fertig.
Bei dieser Versammlung wurde auch der spätere Bau eines Umkleidegebäudes bzw. Clubhauses beschlossen.
Besonders zu erwähnen sind zwei von der Tennisabteilung ausgerichtete Damenturniere vom Januar und November 1980, die in der neugebauten Ladberger Tennishalle stattfanden. Bei diesen Einladungsturnieren traten jeweils 12 Spielerinnen aus der nationalen Damen-Rangliste gegeneinander an.
Sportliche Erfolge:
Nachdem 1978 die Aufnahme in den Westfälischen Tennisverband erfolgt war, konnten erste Mannschaften der Damen und Herren auf Kreisebene am Wettkampfgeschehen teilnehmen.
Als erste Erfolge der "jungen" Tennisabteilung ist im Jahresrückblick zur Saison 1979 ein zweiter Platz beim "Schwermann-Pokal" im Winter 1978/79 aufgezeichnet.
Bei den Kreismeisterschaften 1979 mussten sich die Ladberger Teilnehmer noch mit Rängen von 4 bis 7 begnügen.
In der Sommer-Saison 1979 wurden dann schon zwei Medenmannschaften gemeldet, die beide in der 2. Kreisklasse starteten. Hierbei erreichte das 1. Team um Mannschaftsführer Heinz Grönefeld (s. Foto) einen zweiten Platz.
Die beiden Damenmannschaften konnten in ihren Gruppen nur wenige Matches für sich entscheiden, so dass hier von den späteren Erfolgen der 1. Poensgen noch nichts zu spüren war.
Besonders positiv wird das Engagement von Jugendsportwart Horst Schoppenhauer erwähnt, der neben der Betreuung von einer Henner-Henkel und einer Cilly-Aussem Mannschaft noch zwei Freundschaftsturniere in Verbindung mit einem Zeltlager veranstaltete und eine Fahrt zu einem großen Turnier in Münster organisierte.
Abschließend heisst es im "Bericht der Tennisabteilung für 1979": "Dieser insgesamt sehr erfreuliche Verlauf in der Entwicklung der Tennisabteilung (...) berechtigt zu einer optimistischen Prognose für das Jahr 1980. Die jetzt bevorstehende Spielzeit wird entscheidend und richtungsweisend für die weitere Entwicklung der Tennisabteilung sein."
Das dem so war zeigen die kommenden Jahre!