Samstag, 19.05.2012
Handball Als klarer Außenseiter nach Verl

Als klarer Außenseiter nach Verl

 
In dieser Szene aus dem Hinspiel konnte
sich Julian Schröer zwar gegen Daniel
Niehüser (Nr. 91) und Fabian Diekmann
(Nr. 19) durchsetzen, am Ende behielt der
TV Verl aber doch deutlich die Oberhand.
Foto: Alfred Stegemann
Aufsteigen wird der TV Verl in dieser Saison wohl nicht mehr. Dafür kommen eher ASV Senden, SF Loxten und Spielvereinigung Steinhagen in Frage. Dennoch schätzt Tobias Mateina die Ostwestfalen als eine der stärksten Mannschaften der Verbandsliga ein. Der Trainer gibt heute Abend ab 19 Uhr mit dem TSV Ladbergen seine Visitenkarte in der Verler Sporthalle I ab.

Von Alfred Stegemann

Alles andere als eine Niederlage wäre wohl eine große Überraschung. „Natürlich werden wird das Spiel nicht verschenken und alles versuchen“, versichert der Ladberger Coach. „Aber realistisch betrachtet dürfte für uns kaum etwas zu holen sein.“

Der Oberliga-Absteiger, der die direkte Rückkehr als Saisonziel abgegeben hatte, ist stark gestartet und setzte sich auch im Hinspiel souverän mit 40:33 im Heidedorf durch. Dann aber hatte der TV mit einem unerklärlichen Verletzungspech zu kämpfen, das die Mannschaft weit zurückwarf. Mittlerweile sind alle Rekonvaleszenten genesen. Heute kann Verl sogar in Bestbesetzung antreten.

Der TV stellt eine junge Mannschaft, die den schnellen Handball liebt und den vielleicht stärksten Rückraum in seinen Reihen weiß. Das bekam der TSV im Hinspiel zu spüren. Sören Hohelüchter (10 Tore) und Thomas Fröbel (9) sowie Kreisläufer Daniel Niehüser (5) waren nicht zu bremsen. Allerdings hatten die Ladberger seinerzeit Lehrgeld gezahlt. Mittlerweile packen sie in der Deckung energischer zu. Das hatte seinerzeit gefehlt.

Mit Jens Klöpping und Felix Schuster sowie dem schnellen Außen Fabian Diekmann stehen weitere exzellente Handballer in Reihen der Mannschaft von Trainer Lars Gottwald. „Alle im Auge behalten wird schwer sein“, weiß Mateina. Er gibt seinen Jungs mit auf den Weg, konzentriert und geduldig im Angriff auftrumpfen. „Vor allem dürfen wir deren überfallartigen Gegenstöße nicht zulassen“, fordert er. Vielleicht erwischt der TSV ja den „Sahnetag“, den sich Tobias Mateina wünscht. Gepaart mit einer möglichen Überheblichkeit der Hausherren könnte vielleicht etwas möglich sein.

Bis auf Tino Hakmann sind alle Ladberger an Bord. Die hoffen nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge, endlich wieder etwas Zählbares einzufahren.

 
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