TSV bricht in der Endphase ein
Der Start in die Rückrunde ging für die Verbandsliga-Handballer des TSV Ladbergen daneben. Mit 23:27 (12:12) mussten sie sich gegen SF Loxten geschlagen geben. Aber sie boten dem hohen Favoriten einen heißen Kampf.
Es war fast wie im Hinspiel. 50 Minuten war Aufsteiger TSV Ladbergen im ersten Saisonspiel bei den Sportfreunden Loxten ebenbürtig, um dann einzubream Sonntagabend in der gut gefüllten Rott-Sporthalle. Phasenweise führte der TSV mit drei Toren Vorsprung und hatte den Favoriten am Rande einer Niederlage. Doch die Aneinanderreihung vieler Kleinigkeiten entschied die Partie letztlich gegen die Hausherren. In den letzten zehn Minuten drehte Loxten auf und fuhr schließlich einen 27:23-Sieg ein.
Das Ergebnis ist sicherlich zu hoch. Doch angesichts des Rückstandes in der Schlussphase schloss der TSV seine Angriffe schnell ab. Das misslang, so dass Loxten davonziehen konnte. Einen Vorwurf wollte Trainer Tobias Mateina seiner Mannschaft nicht machen. Sie hat gekämpft und brachte das Stück Leidenschaft in die Partie, das notwendig ist, um auch gegen einen besser besetzten Gegner erfolgreich zu sein. Doch in den entscheidenden Phasen ließen die Heidedörfler die nötige Konzentration vermissen.
Da konnte auch Geburtstagskind Sascha Hruschka nichts ändern. Der hatte zwar einen glänzenden Tag erwischt und parierte, was zu halten war, doch gegen die Wurfgewalt von Sebastian Hölmer und Niels Patzelt war auch er mitunter machtlos.
Entscheidend waren zwei Szenen nach dem Seitenwechsel. Direkt nach Wiederbeginn gelang dem TSV eine Drei-Tore-Führung (16:13), die aber innerhalb von drei Minuten wieder futsch war. Dann traf beim 22:23 zunächst Patrick Tuttmann per Siebenmeter nur den Pfosten. Wenig später scheiterten Philipp Wüller und Alexander Schriewer jeweils in aussichtsreicher Position. Trotz Unterzahl gelangen den Gästen zwei Treffer, die sich damit auf die Siegerstraße katapultierten. „Wir haben Loxten einen großen Kampf geliefert und hätten mit ein wenig Glück mehr erreichen können“, trauerte Mateina der vergebenen Chance nach. „Aber Loxten ist schon eine abgebrühte Truppe.“
TSV Ladbergen: Hruschka - Helmers, Rathmann (2), Wüller (2), Pabst, Schriewer (7), J. Schröer, Tuttmann (5/3), P. Schröer (1), Braithwaite (6), Kotlewski
SF Loxten: Latusch, Possehl - S. Hölmer (4), Harting (1), J. Patzelt (4), Wieck (3), Bißmeier (1), Kraah (1), N. Patzelt (5), Steinkühler (5/5), Dieckmann (3).
Spielfilm: 1:0, 1:1, 2:1, 2:4, 3:4, 3:5, 3:6, 4:6, 4:7, 4:8, 6:8, 6:9, 10:9, 10:10, 12:10, 12:12. - 13:12, 13:13, 16:13, 16:16, 18:16, 18:17, 19:17, 19:19, 20:19, 20:21, 21:21, 21:22, 22:22, 22:25, 23:25, 23:27.
Zeitstrafen: TSV Ladbergen (4): Rathmann, P. Schröer, Wüller, Tuttmann
SF Loxten (5): Harting, Dieckmann, Hölmer, Kraah, J. Patzelt.
Siebenmeter: TSV Ladbergen (5): Tuttmann verwandelt viermal und wirft einmal an den Pfosten.
SF Loxten (5): Alle verwandelt von Heiner Steinkühler.
Trainerstimmen:
Dirk Elschner (SF Loxten): : „Es war das erwartet schwere Spiel. TSV Ladbergen hat Qualität in der Mannschaft und uns alles abverlangt. In der zweiten Halbzeit haben wir uns besser angestellt als in der ersten. Da haben wir im Angriff besser gespielt, geduldiger auf unsere Chancen gewartet und dann abgeschlossen. Dadurch wurde auch die Abwehr sicherer.“
Tobias Mateina (TSV Ladbergen): „Tja, es war sicher mehr drin. Die Zuschauer sind sicher auf ihre Kosten gekommen, denn es war ein spannendes, enges Match. Zum Schluss haben wir schnell abgeschlossen und alles versucht. Dadurch wurde es dann ein recht deutliches Ergebnis. Das spielt aber auch keine Rolle mehr. Viele Kleinigkeiten haben das Spiel heute leider gegen uns entschieden.“
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