TSV leicht und locker zum Sieg
Der TSV Ladbergen ist in der Verbandsliga angekommen. Völlig verdient mit 31:25 (18:11) setzten sich die Heidedörfler am Sonntagabend gegen LIT Nordhemmern/Mindenerwald 2 durch und können mit nunmehr 4:4 Punkten auf einen zufriedenstellenden Saisonauftakt blicken. Aber es war nicht alles Gold, was glänzte, denn die Leistung der Hausherren war nicht gerade berauschend.
Dass sie es besser können, haben sie vor zwei Wochen gegen VfL Mennighüffen gezeigt. Am Sonntag reichte ein mittelmäßiger Auftritt zum letztlich souveränen Sieg, da die Gäste einen insgesamt rabenschwarzen Tag erwischt hatten. „Das war nicht wirklich viel von uns. Das war enttäuschend“, brachte es LIT-Trainer Jan-Hendrik Meyer auf den Punkt. TSV-Coach Tobias Mateina war mit dem Ergebnis zufrieden, nicht aber mit der Leistung seiner Truppe. Es war viel Leerlauf im Spiel der Hausherren, die zudem immens viele Fahrkarten schossen. Zahlreiche Großchancen ließen sie aus. Von Glück kann der TSV sagen, dass die Gäste das nicht zu nutzen wussten.
Das Spiel begann mit einem Paukenschlag. Nach fünf Minuten holte LIT-Torhüter Linus Happel Philipp Wüller von den Beinen und verletzte sich dabei schwer. Außerdem sah er für diese Attacke die rote Karte. Die sah später auch der ständig nörgelnde Daniel Gerling, der drei Mal wegen Meckerns auf die Strafbank musste. Für Happel ging Daniel Habben ins Tor. Und der dürfte sicherlich schon bessere Spiele abgeliefert haben als gestern. Mit ihrer offensiven Deckung unterbanden die Gäste zudem die Maschinerie des TSV nicht. Immer wieder fanden und Co. eine Lücke. Schlossen die Hausherren ihre Angriffe im ersten Durchgang noch zufriedenstellend ab, wurden sie nach dem Seitenwechsel unkonzentrierter.
Dagegen legte die Abwehr zu. Die wirkte im ersten Durchgang nicht aggressiv genug und ließ vor allem Kreisläufer Rodenberg viel Platz. Nach dem Seitenwechsel klappte es besser, auch dank eines wieder überragenden .
Aus der Kabine kamen die Heidedörfler nicht gerade wach. Schnell verkürzten die Gäste von 18:11 auf 18:14 und waren drauf und dran, dem Spiel eine Wende zu geben. Der TSV wirkte hier viel zu fahrig, fand nach zehn Minuten aber wieder in die Spur und fuhr einen letztlich klaren Erfolg ein in einem Spiel, in dem es keinen Schönheitspreis zu gewinnen gab.
LIT Nordhemmern/Mindenerwald II: Habbe, Happel - Schmitz (7), Rodenberg (2), Arning, Siebeking, Gerling (3), Eiseke, Hopmeier (1), Glöckner (4), Zwacke (6/1), Borgmann (2).
LIT (3): Einmal verwandelt, zwei vergeben.
Zeitstrafen: TSV (4): Graß, Tuttmann, Rathmann, Helmers.
LIT (8).
Rote Karten: LIT (2): Happel, Gerling.
Jan-Hendrik Meyer,Trainer von LIT Nordhemmern/Mindenerwald 2: „Ladbergen war über 60 Minuten die bessere Mannschaft und hat verdient gewonnen. Es war ein insgesamt zerfahrenes Spiel, in dem uns nicht viel gelungen ist. Wir haben eine schwache Leistung gezeigt, dennoch muss ich über die Schiedsrichter beklagen, die zumeist gegen uns gepfiffen haben.“
Tobias Mateina, rainer des TSV Ladbergen: „Es war nicht alles Gold, was glänzte. Wir haben nicht wirklich gut gespielt. Aber das hat Gott sei Dank gegen Nordhemmern gereicht. Wir haben viel zu viele Chancen ausgelassen. Das hat mir nicht gepasst. Auch in der Deckung waren wir zu passiv. Dennoch bin ich heilfroh über den Sieg. Die muss man erstmal schlagen. Kanonenfutter sind die sicher nicht.“
TSV leicht und locker zum Sieg
